Thema meiner Diplomarbeit ist: “Ökologische Durchgängigkeit an der Sohlenrampe der Lippe im Naturschutzgebiet Klostermersch bei Lippstadt”.
Ausgangszustand
Nach der Renaturierung der Lippe in der Kostermersch 1996, die umfangreiche Sohlanhebungen beinhaltete, ergab sich die zunächst provisorisch gebaute Blocksteinrampe, die den Höhenunterschied zwischen der renaturierten Lippe und des ausgebauten Gewässers im Unterwasser erosionsstabil überwindet. Nach den Detailplanungen der Renaturierung im Unterwasser ergab sich, dass das Sohlbauwerk auch nach dieser Baumaßnahme notwendig ist, da die Sohle aufgrund der örtlichen Verhältnisse wie der Einleitung der Kläranlage nicht bis zu einem Sohlausgleich angehoben werden kann.
Nun sollte das Bauwerk unter den Gesichtspunkten einer ökologischen Durchgängkeit für die Fisch- und Wirbellosenfauna neu betrachtet werden. Bestandteil der Diplomarbeit ist also ein Variantenstudium für den Bau einer Fischaufstiegsanlage.

Der Höhenunterschied zwischen den Ober- und Unterwasserständen ist im Ausgangszustand bei den unterschiedlichen Abflüssen nicht groß, aber denoch werden die Kriterien für den Fischaufstieg nicht eingehalten: an der Rampenkrone ist die Wassertiefe zu gering und die Fließgeschwindigkeiten sind zu hoch.
In der Abeit habe ich mich vor allem auf die Herstellung der hydraulischen Bedingungen gestürzt und die Varianten einer Sohlengleite, eines Umgehungsgerinnes und eines Raugerinne-Beckenpasses miteinader verglichen.
Vorzusgvariante
Die Vorzugsvariante ist der Beckenpass als ein funktionales Bauwerk. Die Sohlgleite ist nach Dimensionierung mit hydraulischen und geometrischen Grenzwerten des Handbuches Querbauwerke viel zu lang oder es müssen zur Einhaltung der Grenzwerte viel zu viele Störsteine angeordnet werden. Das Umgehunsgerinne hat eine vernünftige Länge, auf deren Sohle viele Störsteine eingebaut werden müssen. Jedoch greifen hier nicht die Argument für ein Umgehungsgerinne, wie die Umgehung des gesamten Staubereich, die Nutzung eines Sekundärbiotops sowie die landschaftliche Einbindung.
Verallgemeinerung
Nun stellt sich die Frage inwieweit dieses Ergebnis des Variantenstudiums sich auf weitere Fließgewässer ausweiten läßt, so dass dort ohne ein Variantenstudium eine Fischaufstiegsanlage geplant werden kann.
Unterlagen
Wer im Detail in die Arbeit einsteigen möchte, kann gerne die Diplomarbeit an sich einsehen. Desweiteren wurden einige Pläne angefertigt, die die Ausgangssituation dokumentieren und die Planungsvarianten Umgehungsgerinne sowie Raugerinne-Beckenpass im Lageplan, Längsschnitt und Querprofilen darstellt.
Viel Spaß bei der Lektüre!